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Reinhard Mey Ankomme Freitag, den 13. – Albumkritik

Reinhard Mey Ankomme Freitag, den 13. – Albumkritik und Vorstellung

Letztes Update: 30. MĂ€rz 2025

Das neue Album von Reinhard Mey, 'Ankomme Freitag, den 13.', ĂŒberzeugt mit poetischen Texten und zeitloser Musik. Wir stellen es vor und teilen unsere Kritik.

Reinhard Meys Album "Ankomme Freitag, den 13." – Ein zeitloses DebĂŒt

Ein DebĂŒt, das Geschichte schrieb

Mit seinem ersten Album "Ankomme Freitag, den 13." legte Reinhard Mey 1968 den Grundstein fĂŒr eine beeindruckende Karriere. Bereits der Titeltrack, der das Album eröffnet, zeigt Meys Talent, alltĂ€gliche Situationen in poetische Geschichten zu verwandeln. Die humorvolle ErzĂ€hlung eines Pechvogels, der an einem Freitag, den 13., in allerlei Missgeschicke gerĂ€t, ist ein Paradebeispiel fĂŒr Meys FĂ€higkeit, mit Leichtigkeit und Tiefgang zu unterhalten. Das Album umfasst zwölf Tracks, die eine erstaunliche Bandbreite an Themen und Stimmungen abdecken.

Zwischen Melancholie und Leichtigkeit

Reinhard Meys "Ankomme Freitag, den 13." ist ein Album, das zwischen heiteren und nachdenklichen Momenten pendelt. Songs wie "Irgendwann, Irgendwo" und "Warten" greifen universelle Themen wie Sehnsucht und VergÀnglichkeit auf. Meys klare Stimme und die minimalistische Instrumentierung lassen die Texte in den Vordergrund treten. Besonders beeindruckend ist, wie Mey es schafft, selbst in melancholischen Liedern wie "Heimkehr" eine gewisse WÀrme zu bewahren. Diese Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit macht das Album auch heute noch hörenswert.

Reinhard Mey Ankomme Freitag, den 13.: Humor trifft Gesellschaftskritik

Ein Highlight des Albums ist zweifellos "Diplomatenjagd". Mit bissigem Humor und scharfer Beobachtungsgabe nimmt Mey die Abgehobenheit der politischen Elite aufs Korn. Der Song ist ein frĂŒhes Beispiel fĂŒr Meys gesellschaftskritische Ader, die spĂ€ter zu einem Markenzeichen seiner Musik wurde. Auch "Klagelied eines sentimentalen Programmierers" zeigt Meys Talent, ungewöhnliche Perspektiven einzunehmen und daraus charmante Geschichten zu spinnen. Diese Mischung aus Humor und Gesellschaftskritik verleiht dem Album eine besondere Tiefe.

Ein Blick auf die musikalische Gestaltung

Musikalisch bleibt Reinhard Mey auf "Ankomme Freitag, den 13." seiner Linie treu: Die Arrangements sind schlicht, aber wirkungsvoll. Die Gitarre steht im Mittelpunkt, begleitet von dezenten Streicher- und Klavierpassagen. Diese Reduktion auf das Wesentliche unterstreicht die lyrische Kraft der Texte. Besonders in Liedern wie "Manchmal, da fallen mir Bilder ein" entfaltet sich die emotionale Wirkung dieser minimalistischen Herangehensweise. Mey beweist hier, dass weniger oft mehr ist.

Die Poesie des Alltags

Reinhard Mey ist ein Meister darin, den Alltag in poetische Worte zu fassen. Songs wie "Lied, auf dem Grund eines Bierglases gelesen" zeigen, wie er aus scheinbar banalen Momenten tiefgrĂŒndige Geschichten spinnt. Diese FĂ€higkeit, das Besondere im AlltĂ€glichen zu entdecken, zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Es ist diese Poesie des Alltags, die Meys Musik so zeitlos macht und auch heute noch berĂŒhrt.

Ein Album, das zum Nachdenken anregt

Neben den humorvollen und poetischen Momenten bietet "Ankomme Freitag, den 13." auch Raum fĂŒr Reflexion. Lieder wie "Ein Tag" und "Lied zur Nacht" laden dazu ein, innezuhalten und ĂŒber das Leben nachzudenken. Meys Texte sind dabei nie belehrend, sondern regen auf subtile Weise zum Nachdenken an. Diese Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang macht das Album zu einem besonderen Hörerlebnis.

Die Bedeutung von "Ankomme Freitag, den 13." heute

Auch mehr als fĂŒnf Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung hat Reinhard Meys "Ankomme Freitag, den 13." nichts von seiner Relevanz verloren. Die Themen, die Mey anspricht, sind universell und zeitlos. Ob es um die kleinen Freuden des Lebens, gesellschaftliche MissstĂ€nde oder die großen Fragen des Daseins geht – Meys Musik spricht auch heute noch eine breite Zuhörerschaft an. Das Album ist ein Beweis dafĂŒr, dass gute Musik keine Verfallszeit kennt.

Fazit: Ein gelungenes DebĂŒt

Mit "Ankomme Freitag, den 13." hat Reinhard Mey ein Album geschaffen, das sowohl unterhĂ€lt als auch berĂŒhrt. Die Mischung aus humorvollen, poetischen und nachdenklichen Liedern macht das Werk zu einem Meilenstein in der deutschen Chanson-Geschichte. Wenn Sie Meys Musik noch nicht kennen, ist dieses Album ein idealer Einstieg. Es zeigt den KĂŒnstler in seiner ganzen Vielseitigkeit und legt den Grundstein fĂŒr eine Karriere, die bis heute andauert.

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Das Album "Ankomme Freitag, den 13." von Reinhard Mey bietet eine beeindruckende Sammlung von Liedern, die tief berĂŒhren. Reinhard Mey ist bekannt fĂŒr seine einfĂŒhlsamen Texte und seine FĂ€higkeit, Geschichten zu erzĂ€hlen. Dieses Album ist keine Ausnahme und zeigt seine Meisterschaft im Singer-Songwriting. Wenn Sie ein Fan von Reinhard Mey sind, sollten Sie auch sein Album "Reinhard Mey Nanga Parbat" nicht verpassen. Es bietet eine Ă€hnliche Tiefe und emotionale Kraft.

Ein weiteres Highlight fĂŒr Liebhaber deutscher Liedermacher ist das Album "Hannes Wader Hannes Wader singt ...". Hannes Wader ist ein weiterer großer Name in der deutschen Musikszene, und sein Werk ergĂ€nzt die Musik von Reinhard Mey perfekt. Beide KĂŒnstler teilen eine Ă€hnliche SensibilitĂ€t und einen tiefen Respekt fĂŒr das Handwerk des Songwritings.

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