Letztes Update: 03. März 2025
Das Album 'Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt' vereint kraftvolle Texte und musikalische Tiefe. Die Kritik beleuchtet die Botschaft und den historischen Kontext dieses Werks eines der bedeutendsten Liedermacher Deutschlands.
Franz Josef Degenhardt war nie ein Künstler, der sich mit einfachen Antworten zufriedengab. Sein 1987 erschienenes Album „Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt“ ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Mit neun Liedern, die sich thematisch um Krieg, Frieden und gesellschaftliche Verantwortung drehen, zeigt er, wie politisches Liedgut auch Jahrzehnte später noch relevant bleibt. Doch was macht dieses Album so besonders? Es ist die Mischung aus poetischer Schärfe, musikalischer Vielfalt und einer klaren Haltung, die Degenhardt hier präsentiert.
Schon der Titeltrack „Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n“ setzt den Ton für das gesamte Album. Mit nur 3:23 Minuten ist das Lied kurz, aber prägnant. Degenhardt erzählt von der Weigerung, sich den Mächtigen und ihren Kriegen anzuschließen. Die Melodie ist eingängig, fast hymnisch, und unterstreicht die Botschaft: Widerstand ist möglich, wenn man den Mut dazu hat. Es ist ein Lied, das nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch zum Handeln auffordert. Gerade in einer Zeit, in der politische Konflikte weltweit zunehmen, wirkt dieser Song aktueller denn je.
Mit nur 59 Sekunden ist „Ja, das ist die Sprache der Mörder“ das kürzeste Stück des Albums, aber es hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Degenhardt rezitiert hier fast schon wie ein Chronist die Sprache der Gewalt und der Kriegspropaganda. Die musikalische Untermalung ist minimalistisch, was die Worte umso stärker wirken lässt. Es ist ein Moment der Reflexion, der den Hörer innehalten lässt. Dieses Stück zeigt, wie Franz Josef Degenhardt in „Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt“ mit wenigen Mitteln maximale Wirkung erzielt.
Mit „Wolgograd“ nimmt Degenhardt Sie mit auf eine musikalische Reise in die Vergangenheit. Das Lied, das mit 6:47 Minuten zu den längeren des Albums gehört, erzählt von der Schlacht um Stalingrad und den Schrecken des Krieges. Die Melodie ist getragen, fast melancholisch, und unterstreicht die Schwere des Themas. Degenhardt gelingt es, die historische Tragödie in eine universelle Botschaft zu verwandeln: Krieg bringt nur Leid. Dieses Lied ist ein Höhepunkt des Albums und zeigt, wie tiefgründig und poetisch Degenhardt sein kann.
„In den guten alten Zeiten“ ist ein bitterer Kommentar auf die Verklärung der Vergangenheit. Mit 6:10 Minuten nimmt sich Degenhardt Zeit, um die nostalgische Verklärung der „guten alten Zeiten“ zu dekonstruieren. Die Melodie ist leichtfüßig, fast ironisch, was einen spannenden Kontrast zu den ernsten Texten bildet. Hier zeigt sich Degenhardts Fähigkeit, komplexe Themen mit einer gewissen Leichtigkeit zu präsentieren, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Es ist ein Lied, das Sie zum Schmunzeln bringt, aber auch zum Nachdenken zwingt.
Mit „Unser Land“ erreicht das Album seinen emotionalen Höhepunkt. Das 7-minütige Stück ist eine Liebeserklärung an ein Land, das es so vielleicht nie gegeben hat – ein Land des Friedens und der Gerechtigkeit. Die Melodie ist warm und einladend, fast wie ein Wiegenlied. Degenhardt singt hier mit einer Zärtlichkeit, die unter die Haut geht. Es ist ein Lied, das Hoffnung macht, ohne naiv zu wirken. „Unser Land“ ist das Herzstück von „Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt“ und zeigt, wie kraftvoll Musik sein kann.
„Denkbar ist aber auch immer noch“ ist mit 2:08 Minuten ein kurzes, aber intensives Stück. Degenhardt blickt hier in die Zukunft und stellt die Frage, ob Frieden überhaupt möglich ist. Die Melodie ist zurückhaltend, fast fragil, was die Unsicherheit des Themas unterstreicht. Es ist ein Lied, das keine Antworten gibt, sondern Fragen stellt – und genau darin liegt seine Stärke. Dieses Stück zeigt, wie Franz Josef Degenhardt in „Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt“ immer wieder neue Perspektiven eröffnet.
Mit „Der anachronistische Zug oder Freiheit, die sie meinen“ endet das Album auf einer nachdenklichen Note. Das 7:52 Minuten lange Stück ist eine Art musikalisches Manifest, das die Themen des Albums zusammenfasst. Degenhardt singt von Freiheit, Gerechtigkeit und der Verantwortung jedes Einzelnen. Die Melodie ist episch, fast schon hymnisch, und gibt dem Album einen würdigen Abschluss. Es ist ein Lied, das Sie noch lange nach dem Hören begleiten wird.
„Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt“ ist ein Album, das Sie nicht nur hören, sondern erleben müssen. Es ist ein Werk, das zeigt, wie kraftvoll Musik sein kann, wenn sie mit Herz und Verstand gemacht wird. Franz Josef Degenhardt hat hier ein zeitloses Meisterwerk geschaffen, das auch heute noch relevant ist.
Franz Josef Degenhardt ist bekannt für seine kritischen und tiefgründigen Lieder. Sein Album "Diesmal werd’ ich nicht mit ihnen zieh’n: Friedenslieder von und mit Franz Josef Degenhardt" ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. In diesem Werk setzt er sich intensiv mit Themen wie Frieden und Gerechtigkeit auseinander. Seine Texte sind poetisch und anklagend zugleich, was die Hörer zum Nachdenken anregt.
Ein weiteres bemerkenswertes Album von Degenhardt ist "Franz Josef Degenhardt Sie kommen alle wieder, oder?". Auch hier zeigt er seine Fähigkeit, gesellschaftliche Missstände aufzugreifen und musikalisch zu verarbeiten. Die Lieder sind geprägt von einer melancholischen Grundstimmung, die durch Degenhardts markante Stimme verstärkt wird. Franz Josef Degenhardt Sie kommen alle wieder, oder? bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Gegenwart.
Ein weiteres Highlight in der Welt der Liedermacher ist das Album "Konstantin Wecker Till Eulenspiegel". Wecker, ein Zeitgenosse von Degenhardt, ist ebenfalls bekannt für seine kritischen Texte und seine musikalische Vielseitigkeit. In "Till Eulenspiegel" verbindet er historische Figuren mit aktuellen Themen, was dem Album eine besondere Tiefe verleiht. Konstantin Wecker Till Eulenspiegel ist ein Muss für jeden, der sich für anspruchsvolle Musik interessiert.
Auch Wenzel hat mit seinem Album "Wenzel Viva la poesía" ein Werk geschaffen, das in die gleiche Kerbe schlägt. Seine Lieder sind poetisch und gleichzeitig politisch, was sie besonders hörenswert macht. Wenzel gelingt es, mit einfachen Mitteln große Emotionen zu erzeugen und seine Hörer in den Bann zu ziehen. Wenzel Viva la poesía ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Musik als Mittel der gesellschaftlichen Kritik genutzt werden kann.